Spielerisch das Selbstbewusstsein stärken

Kung-Fu-Präventionsprojekt an der Grundschule Icker

 

Stärkung des Selbstbewusstseins und Selbstbehauptungstraining gehören heute in vielen Schulen und Kindertagesstätten zum Lehrplan und werden dabei in verschiedenen Projekten angeboten und durchgeführt. In der Grundschule Icker trainierte vor den Sommerferien die Blackbelt Academy aus Osnabrück mit den Kids die chinesische Kampfkunst Kung-Fu als Selbstbehauptungstraining.

Genaugenommen ist Kung-Fu die Bezeichnung für mehrere verschiedene chinesische Kampfkunststile. „Bei der Blackbelt Academy praktizieren wir in den Präventionsprojekten vorrangig ˋWing Tjun´“, erklärt Yannis Kröger. Mit seinem Partner Julius Klotz trainiert er die Ickeraner Kids in der kleinen Sporthalle der Grundschule. Der Sport- und Fitnesskaufmann Yannis trainiert seit mehr als 5 Jahren Kung-Fu bei der Blackbelt Academy, Julius ist schon seit 11 Jahren dabei. Beide tragen als 12. Schülergrad, einen schwarzen Gurt und besitzen die Ausbildereignung.

Die Blackbelt Academy hat sich unter anderem auf Präventionskurse in Schulen und Kindergärten spezialisiert. „Die Vorteile unseres Programms sind die Vermeidung potenziell gefährdeter Situationen und Aneignung einfach zu erlernender Selbstverteidigungsmethoden, die Spaß machen“, erklärt Yannis. „In erster Linie geht es bei allen Übungen um Konfliktvermeidung“. Dabei ist Disziplin bei allen Übungen eine Grundvoraussetzung. Das lernen die Kinder in sportlichen Aufwärmspielen zu Beginn jeder Stunde nach etwa den kurzen Kommandos „Laufen“, „Bauch“ - sich lang auf den Bauch legen, „Rücken“ oder „Aufmerksam stehen“ - stillstehen und das nächste Kommando abwarten. Wer dabei nicht aufmerksam ist und schwätzt, darf ein paar Liegestütze machen - nicht als Strafe, sondern um sich wieder auf die Übungen zu fokussieren.

Bei dem Kommando „Aufmerksam Fremder“ wird es dann laut in der kleinen Sporthalle der Grundschule Icker. Denn dann nehmen die Kinder eine Abwehrhaltung ein und rufen einem imaginären Bedroher lautstark „Lassen Sie mich in Ruhe“ zu, wobei das distanzierte „Sie“ Methode hat.

Während der 90 Minuten Kurseinheiten, insgesamt fünf Einheiten umfasste das Präventionsprojekt in der Grundschule Icker, gab es weitere sportliche Spiele mit Ball und dem so genannten Paddelschaumstick, gepaart mit Übungen aus dem Wing Tjun. Bei Partnerübungen wird die kontaktlose Abwehr ebenso geübt, wie Möglichkeiten, sich aus einem Haltegriff zu lösen.

Finanziert wurde das Kung-Fu-Präventionsprojekt aus Mitteln der Reinerlöse des PS-Sparens, die die Sparkasse Osnabrück jährlich an Schulen der Region ausschüttet (Bericht im Belmer Schaufenster Mai/2019), sowie aus Zuschüssen des Fördervereins der Grundschule Icker.

 

Weiter an dem Thema interessierte Zweit-, Dritt- und Viertklässler trainieren in diesem Schuljahr ab Mitte September immer dienstags in der 6. Stunde weiter an ihren Fähigkeiten der Selbstbehauptung.

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